Totale Mondfinsternis am 4. Mai

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Frosty
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Totale Mondfinsternis am 4. Mai

Beitragvon Frosty » Sa 1. Mai 2004, 10:21

Kupferroter, riesengroßer Mond

Der Mond ist grosszügig. Zwei totale Mondfinsternisse sind in diesem Jahr von Mitteleuropa aus zu beobachten - das erste Mal nächsten Dienstag, 4. Mai, das zweite Mal in der Nacht vom 27. auf den 28. Oktober. Spielt das Wetter mit, dann ist jene von nächster Woche besonders patent: Sie findet zu bester Abendstunde statt.

Wie die Finsternis abläuft

Wenn die Sonne unter- und der Mond aufgeht, steht Letzterer bereits im Halbschatten der Erde, von dem man allerdings nichts merkt. Der Mond geht um 20.33 Uhr Sommerzeit auf, um 20.48 Uhr tritt er in den Kernschatten der Erde ein. Er steht tief am Horizont, seine Distanz zur Erde ist derzeit gering. Beides bewirkt, dass er besonders groß erscheint. Langsam verfinstert er sich nun von rechts her, wobei das Vergnügen ein wenig dadurch getrübt wird, dass es noch nicht vollständig dunkel ist. Um 21.52 Uhr beginnt mit der so genannten Totalität die grösste Verfinsterung, wenn der Mond ganz im Schatten der Erde steht. Um 22.30 Uhr ist die Mitte der Finsternis erreicht, um 23.08 Uhr das Ende der Totalität. Zwölf Minuten nach Mitternacht ist das Schauspiel dann ganz vorbei, der Mond verlässt den Kernschatten wieder. Damit es zu einer totalen Mondfinsternis kommt, müssen mehrere Bedingungen erfüllt sein. Der Mond muss genau gegenüber der Sonne stehen, deshalb finden Mondfinsternisse immer bei Vollmond statt. Da die Bahn des Mondes zu jener der Erde zu etwa 5 Grad geneigt ist, müssen sich beide überschneiden, damit der Schatten der von der Sonne von hinten angestrahlten Erde auf den Mond fällt.

Rötlich, nicht schwarz

Die Erde wirft einen kegelförmigen Schatten in den Raum, der einiges grösser ist als der Mond - wobei diese Grösse mit der Entfernung der Erde von der Sonne variiert. Ob der Mond mitten durch den Erdschatten wandert oder eher gegen den Rand hin, ändert am Grad der Verfinsterung nichts, wohl aber an der Dauer der Finsternis. Am längsten dauert eine so genannte zentrale Finsternis. Man bedient sich dabei einer speziellen Masseinheit, indem man den scheinbaren Monddurchmesser als 1 nimmt. Ist die Grösse kleiner als 1, handelt es sich nur um eine partielle Mondfinsternis. Der Maximalwert einer zentralen Mondfinsternis beträgt 1,888, jener vom 4. Mai legt bei 1,309. Richtig schwarz, das heisst unsichtbar wird der Mond allerdings nicht. Er nimmt vielmehr eine düstere, kupferrote Färbung an, denn die Erdatmosphäre wirkt wie ein Brennglas und lenkt einen Teil des Sonnenlichtes in den Kernschattenkegel der Erde hinein.

Quellen:
Tagblatt.ch
Badische Zeitung
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Beitragvon Frosty » Sa 8. Mai 2004, 15:35

Es hat wohl nicht sollen sein. :heul: :( :heul:
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