Senat will Tempo 30 auch auf Hauptstraßen ausweiten

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Frosty
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Senat will Tempo 30 auch auf Hauptstraßen ausweiten

Beitragvon Frosty » Mo 4. Jul 2005, 16:36

Senat will Tempo 30 auch auf Hauptstraßen ausweiten

Der Senat will die Tempo-30-Zonen in der Stadt auch auf Hauptstraßen ausweiten. So wird zur Zeit geprüft, ab die Beusselstraße in Tiergarten, die Skalitzer Straße und die Oranienstraße in Kreuzberg sowie die Bahnhofstraße in Köpenick mit einem Tempo-Limit für Autofahrer versehen werden.

Insgesamt erstreckt sich die Liste auf 20 Straßen. Ergebnisse sollen im August vorliegen. Durch die Geschwindigkeitsbegrenzung soll die Belastung durch Abgase, Feinstaub und Lärm für die Anwohner verringert werden.

Die Berliner Wirtschaft lehnt hingegen weitere Tempo-30- Zonen ab. Es sei unhaltbar, im Windschatten von Lärmminderungs- und Luftreinhalteplanung das Hauptstraßennetz immer löchriger zu machen und den Verkehr nur noch kriechen zu lassen, sagte der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer, Christian Wiesenhütter.

Quelle: Artikel der Berliner Morgenpost
Auch das sind die Schattenseiten, wenn man die PDS in Berlin mitregieren läßt. Man kann der CDU zwar nicht viel zu Gute halten, aber bei solchem Unsinn macht sie für gewöhnlich nicht mit und das ist auch gut so. Ich sehe schon den Tag kommen, an dem ein paar Intelligenzbolzen vorschlagen, sogar auf der Stadtautobahn das Tempo noch weiter zu drosseln.
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Beitragvon Frosty » Mi 6. Jul 2005, 23:25

Wie einem Artikel der Welt zu entnehmen ist, wird hier mal wieder über die Bezirke hinweg entschieden. Würden die Senatsfuzzis nämlich die Fachleute vor Ort um ihre Meinung fragen, würden sie solche Schnapsideen nicht weiter verfolgen.

Beispielsweise findet Ulrich Schulz, Leiter der Straßenverkehrsbehörde von Treptow-Köpenick, Tempo 30 auf der Bahnhofstraße, wo die Geschwindigkeitsbegrenzung nachts bereits gilt "Völlig unsinnig". Staus und Probleme mit Bussen und Bahnen wären die Folge, so Schulz: "Da kommt dann niemand mehr durch." Und damit hat er wohl auch recht. Die Straße ist heute schon zu bestimmten Zeiten überlastet und Tempo 30 würde das nur noch weiter verschlimmern.
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www.yuhoo.de - Tempo 30? Schwachsinn

Beitragvon www.yuhoo.de » Mo 29. Aug 2005, 00:42

Das ist ja so, als ob alle in Zeitlupe fahren...
bisschen schneller müsste schon sein

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Beitragvon Frosty » Mo 21. Nov 2005, 15:38

Früher als ursprünglich geplant, müssen Autofahrer in Berlin auf 16 Hauptstraßen aufs Bremspedal treten. Bis auf zwei Ausnahmen wurde die von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) initiierte Tempo-30-Regelung von den Bezirken bis gestern umgesetzt. Insgesamt 60 Kilometer der Hauptverkehrsstraßen Berlins sind nun Tempo-30-Zonen.

Auf 14 neuen Tempo-30-Abschnitten (Mariendorfer Damm und Schildhornstraße kommen demnächst hinzu) heißt es nun 1-2 Gänge runterschalten. Der Besuch an der Tankstelle muß sich schließlich lohnen.

Es sind die Bereiche:
Grünberger Straße (zwischen Warschauer und Simon-Dach-Straße)
Hauptstraße in Lichtenberg (zwischen Karlshorster Straße und Schlichtallee)
Edisonstraße (zwischen Siemensstraße und An der Wuhlheide)
Bahnhofstraße (zwischen S-Bahnhof Köpenick und Seelenbinderstraße)
Berliner Allee (zwischen Smetanastraße und Lindenallee)
Brunnenstraße (zwischen Tor- und Invalidenstraße)
Wisbyer Straße (zwischen Schönhauser Allee und Trelleborger Straße)
Oranienstraße (zwischen Oranienplatz und Heinrichplatz)
Potsdamer Straße (zwischen Ebert- und Eichhornstraße - vor Sony-Center)
Skalitzer Straße (zwischen Erkelenzdamm und Kottbusser Tor)
Karl-Marx-Straße (zwischen Uthmannstraße und Karl-Marx-Platz)
Johannisthaler Chaussee (zwischen Buckower Damm und Heideläuferweg)
Beusselstraße (zwischen Alt-Moabit und Siemensstraße)
Skalitzer Straße (zwischen Wiener und Lausitzer Straße).

Nach einem Jahr will die Senatsverwaltung Bilanz ziehen und gegebenenfalls nachbessern. Bisher gilt auf rund 3800 Kilometern des 5300 Kilometer langen Berliner Straßennetzes Tempo 30 - allerdings zumeist auf Nebenstraßen.

Die CDU im Abgeordnetenhaus kritisiert die Neuregelung: "Das ist reine Antiverkehrsideologie", so Verkehrsexperte Alexander Kaczmarek.

Quelle: Berliner Morgenpost

___
Das sind schon Experten diese Experten. :rolleyes: Hauptstraßen mit Tempo 30. :confused:
Wenn ich schreiben würde, was ich von den verantwortlichen Leuten denke, müßte ich mich hier selber verwarnen und im Wiederholungsfall sperren. :argh: :wall:
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Beitragvon Ratte » Di 22. Nov 2005, 09:36

:stupid: :stupid: :stupid: ...ähm ja...dazu fällt mir nun gar nix mehr ein!!! :wall:
Ich glaube an nichts...ich halte alles für möglich!!!

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Beitragvon radfahrer » So 15. Jan 2006, 18:47

Hi Leute,

ich will hier gar nicht Partei für oder wider Tempo 30 in der Bahnhofstraße ergreifen.

So generell wie Ihr würde ich das aber nicht ablehnen. Die Ampeldichte ist teilweise ja doch recht gering, und so kreuzen - insbesondere im Bereich des Forums - recht viele Fußgänger diese Straße. Man könnte behaupten, dass denen das geringere Tempo als Sicherheitsgewinn zugute kommt. Ebenso wäre ein Argument für mich, dass in der Straße viele Wohnhäuser liegen.

Es gibt aber sicherlich verkehrstechnische Aspekte in der Stadt, die dringlicher zu lösen wären :)

Gruß,
der Radfahrer

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Beitragvon Frosty » So 15. Jan 2006, 19:18

radfahrer hat geschrieben:So generell wie Ihr würde ich das aber nicht ablehnen. Die Ampeldichte ist teilweise ja doch recht gering, und so kreuzen - insbesondere im Bereich des Forums - recht viele Fußgänger diese Straße. Man könnte behaupten, dass denen das geringere Tempo als Sicherheitsgewinn zugute kommt.
Die Ampeldichte ist eher zu hoch, als zu niedrig. Ich kenne Beispiele von völlig überflüssigen Ampeln, aber mir fällt auf Anhibe keine einzige Kreizung in Berlin ein von der ich behaupten könnte, daß da eine Ampel fehlt. Von der viel zu selten genutzten Möglichkeit, Ampeln zu verkehrsarmen Zeiten (insbesondere Nachts) abzustellen, ganz zu schweigen. Ich komme mir regelmäßig wie ein Vollidiot vor, wenn ich an einer völlig verlassenen Kreuzung als einziger an einer roten Ampel stehe. :rolleyes: Das erinnert schon an die Köpenickiade. Am Forum sind zudem Fußgängerampeln vorhanden. Daher sehe ich keinen Bedarf für ein noch höheres Sicherheitsgefühl. Zumal sich der Verkehr dort eh dauernd staut.
Ebenso wäre ein Argument für mich, dass in der Straße viele Wohnhäuser liegen.
Mit dieser Argumentation könnte man aber weite Teile der meisten noch 50er Strecken zu 30ern machen. ;)
Es gibt aber sicherlich verkehrstechnische Aspekte in der Stadt, die dringlicher zu lösen wären :)
Das sehe ich auch so. :)
René Frost
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Beitragvon radfahrer » So 15. Jan 2006, 19:47

Frosty hat geschrieben:Die Ampeldichte ist eher zu hoch, als zu niedrig.


Derzeit sind in der Bahnhofstraße nur an den großen Kreuzungen Ampeln. Es fehlt aber eine Ampel am südlichen Ende des Forums. Dort überqueren viele Fußgänger die Kreuzung, was nicht ungefährlich ist.

Mehr Ampeln fehlen ja auch gar nicht.

Ich kenne Beispiele von völlig überflüssigen Ampeln, aber mir fällt auf Anhibe keine einzige Kreizung in Berlin ein von der ich behaupten könnte, daß da eine Ampel fehlt. Von der viel zu selten genutzten Möglichkeit, Ampeln zu verkehrsarmen Zeiten (insbesondere Nachts) abzustellen, ganz zu schweigen.


Ich glaube, es reichen bereits 2-3 Unfälle an einer abgeschalteten Ampel aus, damit sie wieder eingeschaltet wird. Irgendwo hab ich das mal gelesen, wüsste jetzt aber auch nicht mehr wo.

Für Fußgänger fehlen schon ein paar Ampeln oder Zebrastreifen, z.B. in der Seelenbinderstraße. Die kann ich zwar noch überqueren - aber wenn ich da an meine Nachbarin (>80) denke, dann wundere ich mich jedesmal, dass da noch nichts passiert ist.

Ich komme mir regelmäßig wie ein Vollidiot vor, wenn ich an einer völlig verlassenen Kreuzung als einziger an einer roten Ampel stehe.


Das geht wohl jedem so. Es gibt durchaus auch verzichtbare Ampeln. In einigen (nicht allen) Fällen halte ich auch Zebrastreifen für angebracht. Hierzulande weiss ein Großteil der Autofahrer, dass Fußgänger Vorrang haben, insofern ist das eine Alternative.

Am Forum sind zudem Fußgängerampeln vorhanden. Daher sehe ich keinen Bedarf für ein noch höheres Sicherheitsgefühl. Zumal sich der Verkehr dort eh dauernd staut.


Es ist alles eine Frage der Beweglichkeit. Man muss bei der Verkehrsplanung auch an kranke, alte und schwache Menschen denken. Es ist immer abzuwägen, ob für die Geschwindigkeit der einen große Umwege für die anderen sinnvoll sind. An Bundesstraßen und auf Autobahnen ist dieses Verhältnis durchaus zugunsten der Autofahrer geregelt. In der Stadt will man aber leben und nicht nur durchfahren, hier sollten andere Maßstäbe gelten oder zumindest ein ausgewogenes Maß gefunden werden.

Der Zeitverlust in der Bahnhofstraße bei Tempo 30 betrüge ca. 2 Minuten, wenn die gesamte Straße dieses Limit bekäme. Je nach Gesamtstrecke ist das vielleicht hinnehmbar, sofern sich Unfallzahlen dadurch senken lassen. Ich halte es jedenfalls für keine Katastrophe für den Autofahrer - aber zugegeben, ich bin auch keiner :-) Es gibt aber durchaus auch manche Regelungen, die mich mal 2 Minuten mehr kosten, und das regt mich kaum auf. Hauptaufhaltefaktor ist der Straßenverkehr (für Fußgänger, Bus & Tram sowie auch Radfahrer). Jede Fortbewegungsform hat ihre Vor- und Nachteile.

Ebenso wäre ein Argument für mich, dass in der Straße viele Wohnhäuser liegen.
Mit dieser Argumentation könnte man aber weite Teile der meisten noch 50er Strecken zu 30ern machen. ;)


Ich weiss. Die meisten Politiker sind immer noch selbst Autofahrer, so dicke wird es schon nicht kommen. :-)

Gruß,
Der Radfahrer

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Beitragvon Frosty » So 15. Jan 2006, 20:53

radfahrer hat geschrieben:Derzeit sind in der Bahnhofstraße nur an den großen Kreuzungen Ampeln. Es fehlt aber eine Ampel am südlichen Ende des Forums. Dort überqueren viele Fußgänger die Kreuzung, was nicht ungefährlich ist.
Aber nur weil sie zu faul sind, bis zur nächsten Kreuzung zu laufen. Wenn ich bedenke, was so eine Ampel pro Jahr an Kosten verursacht, kann man meiner Meinung nach auf diese Ampel problemlos verzichten. Außerdem, wenn jemand wirklich unbewegilch ist, dann wird er oder sie kaum ins Forum gehen. ;) Die Wege die man dort zurücklegt sind ungleich länger. Und die große Masse der Leute kommt sowieso in Ampelnähe an. (Parkplätze, Haltestellen) Diese Ampel ist daher meiner Meinung nach mehr als überflüssig. Einzig vereinzelte Anwohner der Parrisiusstraße werden das vielleicht anders sehen. :D
Für Fußgänger fehlen schon ein paar Ampeln oder Zebrastreifen, z.B. in der Seelenbinderstraße. Die kann ich zwar noch überqueren - aber wenn ich da an meine Nachbarin (>80) denke, dann wundere ich mich jedesmal, dass da noch nichts passiert ist.
Ja, da könnte man auf halber Strecke einen Zebrastreifen auf die Straße pinseln. Das da noch nichts passiert ist liegt wohl daran, daß man kaum einen Grund hat, die Straßenseite zu wechseln und immer wieder mal ausreichend große Verkehrslücken entstehen. Zudem ist die Straße vom Kurvenbereich abgesehen sehr weit einsehbar. Wenn es da zu einem Unfall käme, wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit der Fußgänger der Unfallverursacher Nr. 1. Ich bin da mal beinahe mit einer Gruppe Jugendlicher mit Hund kollidiert, weil die ohne ihre Glubscher aufzumachen einfach auf die Straße liefen. Natürlich hübsch hintereinander und somit 2 Spuren gleichzeitig blockierten. :depp:
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ziami

Das funktioniert doch nicht !!

Beitragvon ziami » So 5. Feb 2006, 16:44

Dann können wir gleich zu Fuß gehen !! :D

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Beitragvon radfahrer » Mi 26. Apr 2006, 15:11

Frosty hat geschrieben:Aber nur weil sie zu faul sind, bis zur nächsten Kreuzung zu laufen.


Wer läuft schon gerne hunderte Meter Umweg - und das an einer so lauten Hauptstraße? Das ist auch ein Zeitverlust, ebenso wie der durch Geschwindigkeitsbegrenzungen. Wenn man sich darüber aufregt, sollte man aber auch anderen Verkehrsteilnehmern Zeitersparnisse zubilligen.

Wenn ich bedenke, was so eine Ampel pro Jahr an Kosten verursacht, kann man meiner Meinung nach auf diese Ampel problemlos verzichten. Außerdem, wenn jemand wirklich unbewegilch ist, dann wird er oder sie kaum ins Forum gehen. ;)


Warum nicht? Ich sehe dafür keinen Grund. Eine Behinderung kann ja kein Grund sein, sich vom öffentlichen Leben ausschliessen zu lassen.

Die Wege die man dort zurücklegt sind ungleich länger. Und die große Masse der Leute kommt sowieso in Ampelnähe an. (Parkplätze, Haltestellen) Diese Ampel ist daher meiner Meinung nach mehr als überflüssig. Einzig vereinzelte Anwohner der Parrisiusstraße werden das vielleicht anders sehen. :D


Es queren halt viele diesen Bereich, dies ist meine Beobachtung.

Ja, da könnte man auf halber Strecke einen Zebrastreifen auf die Straße pinseln. Das da noch nichts passiert ist liegt wohl daran, daß man kaum einen Grund hat, die Straßenseite zu wechseln und immer wieder mal ausreichend große Verkehrslücken entstehen.


Eher an letzterem.

Gruß,
der Radfahrer


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