Spreepark im Plänterwald

Köpenick und Treptow
Frosty
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Spreepark im Plänterwald

Beitragvon Frosty » Sa 17. Jan 2004, 00:16

Masterplan des Senats bestätigt Bezirksergebnisse für Spreepark im Plänterwald

Der Masterplan der Senatsbauverwaltung für den Spreepark ist nach Auskunft von Treptow-Köpenicks Baustadtrat Dieter Schmitz (SPD) fertig. Wegen der anhaltenden Kritik habe er jetzt die Bezeichnung "stadtplanerische Vorplanung" bekommen. Dabei handele es sich um "eine gut lesbare Kurzfassung unserer bisherigen Ergebnisse im Bebauungsplan-Verfahren".

Der Masterplan wurde vom Liegenschaftsfonds bezahlt und soll dem Vernehmen nach etwa 100 000 Euro kosten. Das 16-seitige Schriftstück werde nun den Spreepark-Bewerbern zur Verfügung gestellt und enthalte auch die vom Bezirk erstellten Gutachten, sagte Stadtrat Dieter Schmitz. Das Papier komme ebenso wie der Bezirk zu dem Schluss, dass höchstens 900 Autostellplätze im Spreepark angelegt werden sollten.

Senator Peter Strieder (SPD) hatte im Herbst 2003 darauf gedrungen, dass ein Masterplan angefertigt wird, nachdem Tivoli International Interesse am Spreepark gezeigt hatte. Bürgerinitiativen und Politiker aus Treptow-Köpenick kritisieren Strieders Initiative, weil der Bezirk seit 2002 einen Bebauungsplan für das Areal ausarbeitet.

Quelle: Berliner Morgenpost
Ein weiteres offenbar überflüssiges Gutachten, bei dem für 16 Seiten etwa 100.000 Euro gezahlt wurden. Schriftsteller müßte man sein. ;) :rolleyes:
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Zero

Re: Spreepark im Plänterwald

Beitragvon Zero » Sa 24. Jan 2004, 12:51

Frosty hat geschrieben:Ein weiteres offenbar überflüssiges Gutachten, bei dem für 16 Seiten etwa 100.000 Euro gezahlt wurden. Schriftsteller müßte man sein. ;) :rolleyes:
Ich nenne das im günstigsten Fall Inkompetenz. Auf Bundesebene wird es genauso gehandhabt. Da gibt es unmengen gut bezahlter MinisterInnen inklusive Berater- und sonstigen Stäben, Arbeitsgruppen und dergleichen. Wenn aber wirklich mal was entschieden oder ausgetüfelt werden muß, dann werden externe Berater beauftragt und für ihre Arbeit fürstlich honoriert. Ganz offensichtlich sind die MinisterInnen und deren MitarbeiterInnen für ihre Aufgaben nicht ausreichend qualifiziert. Außerdem kann es dann den externen Beratern angelastet werden, wenn die Erfolge ausbleiben. Offenbar sind wir in Duetschland einer Beraterlobby ausgesetzt.

coepenicker

Beitragvon coepenicker » Di 27. Jan 2004, 14:43

Die sollen mit ihrer Gutachterei aufhören und einfach dafür sorgen, daß der Freizeitpark wieder aufersteht. Das Parkplatzproblem von dem die möglichen Investoren sprechen, kann ich nicht nachvollziehen. Bisher liefen die Geschäfte doch ganz gut. Zur Funkausstellung fährt ja auch niemand mit dem eigenen Auto sofern er noch alle beisammen hat. Es fehlt einizig und alleine eine etwas bessere Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Aber wenn der Bedarf vorhanden ist, wird die BVG auch reagieren.

Frosty
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Beitragvon Frosty » Do 5. Feb 2004, 13:23

Vier Interessenten für den Spreepark haben einer Senatsmitteilung zufolge Ende Januar die Unterlagen zum Spreepark-Masterplan erhalten. Sie seien aufgefordert worden, auf dieser Basis Gebote an den Liegenschaftsfonds abzugeben. Über die Ergebnisse soll im März der Steuerungsausschuss entscheiden, der zur Kontrolle des Fonds eingesetzt ist. Ihm gehören Vertreter mehrerer Senatsverwaltungen und des Bezirks Treptow-Köpenick an.

Der Verkauf des Spreeparks sei nur möglich, wenn auch die Gläubigerbanken dem auszuwählenden Investor zustimmen. "Letztlich wird den Ausschlag geben, welcher Investor am ehesten bereit ist, die ausstehenden Forderungen der Banken auszugleichen", heißt es im Schreiben des Senats. Die Landesregierung erfüllt mit ihrer Information einen Beschluss der Abgeordneten, die mehr Transparenz im Verfahren gefordert hatten.

Grünen-Fraktionsvize Lisa Paus kritisiert allerdings, dass die Abgeordneten den Masterplan vorerst nicht zu sehen bekämen. Auf Anfrage der Grünen seien jedoch die Kosten für den Plan genannt worden, die nach Angaben der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung "deutlich unter 20 000 Euro" liegen. Paus fordert: "Der Preis für den Spreepark darf nicht der einzige Maßstab beim Verkauf sein."

Quelle: Berliner Morgenpost
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plänterwaldrunner

Beitragvon plänterwaldrunner » Mi 31. Mär 2004, 14:26

Hallo!


Habe mich gerade erst hier angemeldet, nettes Forum!
Als Ur-Treptower bin ich natürlich immer an lokalen Themen interessiert.
Besonders liegt mir im Moment der Spreepark am Herzen. Ich habe schon mal , als ich dieses Forum noch nicht kannte, eine Info in ein Berliner Läuferforum gesetzt, da ich selbst auch Läufer bin.Unter:
http://forum.berlin-marathon.com/viewtopic.php?t=8146
kann man das alles nachlesen, insbesondere die Eindrücke vom letzten Sonntag . Da fand eine Begehung mit der BI"Keine Autos in den Plänterwald" statt.
Irgendwie braucht dieses Thema mehr Öffentlichkeit, sonst haben wir in 3 Jahren einen ebenfalls insolventen
Tempodromnachfolger.

beste Grüße
Holger

Philipp Wohlfeil

Beitragvon Philipp Wohlfeil » Do 8. Apr 2004, 15:11

mal die aktuelle PDS-Position zu diesem Thema vom Kollegen Franzke:
Zur aktuellen Entwicklung um den Spreepark erkärt Udo Franzke, fachpolitischer Sprecher der PDS-Fraktion für Stadtentwicklung und Verkehr:

Offerten des Masterplanes dürfen nicht umgesetzt werden!

»Wir sind für einen Freizeitpark im Rahmen des Bebauungs-Planentwurfs.«

Das heißt:

maximal 900 Parkplätze in einen auf dem Gelände befindlichen Parkhaus.
Keine Verschwenkung des Uferwanderweges in das Freizeitparkgelände.
Keine Ausdehnung des Freizeitparks bis zur Uferkante und Schutz der etwa 2,8 Hektar durch Biotopausprägung empfindlichen Bereiche
Keine Beeinträchtung der Nutzung des Plänterwalds durch die Bevölkerung.
Dem Öffentlichen Nahverkehr ist der Vorrang gegenüber dem motorisierten Individualverkehr einzuräumen.

matthias

spreeparkproblem

Beitragvon matthias » Fr 23. Apr 2004, 14:05

hallo liebe parkfreunde!
mir kommen die tränen wenn ich den park sehe und wie damit umgegangen wird!
habe selber freizeitparkerfahrung und kann nur sagen einigt euch schnell sonst is alles nur noch schrott! oder mutwillig kaputt gemacht worden!
so wie er dort steht kann man ihn in seiner struktur öffnen nach dem man aufgeräumt , gepinselt hat!
sollte ein verlangen für einen vorschlag da sein meldet euch ruhig kann euch dank erfahrungen helfen
bis dann

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Beitragvon Frosty » So 8. Aug 2004, 14:52

Tivoli-Betreiber sollen Spreepark übernehmen.

Beim Ableger des Kopenhagener Vergnügungsparks könnten mehr als 1000 Arbeitsplätze entstehen.

Der Verkauf des Spreeparks an die Betreiber des Kopenhagener Tivoli soll in wenigen Wochen perfekt sein. Bei der Suche nach einem neuen Betreiber für das seit knapp drei Jahren brach liegende Gelände im Plänterwald wird bereits seit Monaten vom Liegenschaftsfonds nur noch mit den Dänen verhandelt. Anderen Interessenten ist bereits eine Absage erteilt worden.

„Uns ist bereits im Februar gesagt worden, dass man sich für Tivoli entschieden hat“, sagt der deutsche Anwalt des Pariser Unterhaltungskonzerns Grévin, Theo Rauh. Die Franzosen, die europaweit elf Freizeitparks betreiben, wollten bis zu 15 Millionen Euro in den Spreepark investieren. Er sollte bereits im Verlauf dieses Jahres zu einem Familienpark mit dem Arbeitstitel „Spree-Garten“ umgestaltet werden, die Eröffnung war für 2005 geplant.

Die Pläne der Dänen haben eine weitaus größere Dimension. Sie wollen gemeinsam mit Investoren bis zu 200 Millionen Euro in das Berliner Projekt stecken. Geplant ist eine Kombination von Erholungspark, Kulturzentrum und Rummelplatz. Von über 1000 Arbeitsplätzen ist die Rede. Bei Tivoli rechnet man mit mehreren 100000 Besuchern pro Jahr.

Nach Angaben des Baustadtrates von Treptow-Köpenick, Dieter Schmitz (SPD), hatte der so genannte Steuerungsausschuss, in dem Senats- und Bezirksvertreter sitzen, vor rund zwei Monaten eine Vergabe an die Tivoli-Gesellschaft empfohlen. Ausschlaggebend sei unter anderem gewesen, dass die Dänen sich bereits mit der Deutschen Bank über die Regelung der Altschulden des Spreeparks geeinigt hätten. Dies war eine der Forderung der Ausschreibung. Die Verbindlichkeiten in Höhe von rund 15 Millionen Euro stammen aus der Insolvenz des Vorbesitzers. Der frühere Spreepark-Besitzer Norbert Witte hatte sich Anfang 2002 unter Mitnahme zahlreicher Karussells und Zurücklassung eines Schuldenberges nach Peru abgesetzt. Später kehrte der schwer herzkranke Mann nach Berlin zurück. Weil er versucht hatte, im „Fliegenden Teppich“ – einem seiner Fahrgeschäfte – 167 Kilo Kokain nach Europa zu schmuggeln, wurde er kürzlich zu sieben Jahren Haft verurteilt.

„Es wird weiter mit Tivoli verhandelt, es gibt aber noch keinen Vertrag“, sagt Irina Dähne, die Sprecherin des landeseigenen Liegenschaftsfonds. Man stehe in „engem Dialog“, so Tivoli-Vizepräsident Mads Kragh. In Berlin hatte das Unternehmen anfänglich auch andere Standorte wie das bisherige Wasserwerk Jungfernheide, das Gelände neben dem FEZ Wuhlheide und den Flughafen Tempelhof geprüft. Zu Einzelheiten will sich auch Kragh nicht äußern, „um die laufenden Verhandlungen nicht zu gefährden“. Diese würden sich in der Abschlussphase befinden. Der Tivoli-Manager rechnet mit einem positiven Ausgang der Gespräche bis Ende des Monats.

Quelle: Tagesspiegel
René Frost
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unconscious

Beitragvon unconscious » So 11. Dez 2005, 18:44

traurig ist das schon, und ich bezweifle im Moment auch, dass sich bald ein neuer Betreiber finden lassen wird. Wenn jetzt erst mal das Westerndorf geräumt wird, übernimmt die Bank das Gelände, wer weis.
Hat jemand von Euch den FIlm Kulturpark - Wie der Westen dem Osten den Westen nahm, gesehen? Der lief im Sommer im Kino und rekapituliert die Geschichte des Parks. Sie auch http://www.kulturpark.net[/url]

Frosty
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Beitragvon Frosty » So 11. Dez 2005, 19:14

Da habe ich wohl vergessen hier zu erwähnen, daß Tivoli inzwischen abgesprungen ist. Da Strieder stur auf die Dänen fixiert war (als vermutlich einziger) und damit alle anderen Interessenten verjagt hat, stehen die Banken und das Land Berlin wieder bei Null. Kein Interessent mehr weit und breit.

Wowereit und Strieder, das geht auf eure Kappe, das habt ihr vergeigt. Herzlichen Glückwunsch, "6", setzen. Naja, wenigstens hattet ihr so einen offiziellen Grund, gemeinsam einen Tages(?)ausflug nach Kopenhagen zu unternehmen. :rolleyes:
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Ratte

Beitragvon Ratte » So 11. Dez 2005, 22:47

Nee oder :rolleyes: ...det kann doch nich so schwer sein, für einen Freizeitpark in der Hauptstadt einen Investor zu finden...man man man :wall:


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